Was bedeutet was im Tarot? Ein Tarot Lexikon erklärt die Wörter rund ums Kartenlegen: Ein Arkanum ist eine einzelne Karte, die 22 Großen und 56 Kleinen Arkana bilden zusammen das Deck, eine Legung ist die Anordnung der gezogenen Karten, und der Querent ist die Person, für die gelegt wird. Hier findest du 51 Begriffe von A bis Z.
Das Lexikon folgt dem Alphabet und weist jedes Mal darauf hin, wenn das Tarot de Marseille und die Tradition von 1909 nicht dasselbe Wort verwenden. Willst du die Praxis selbst lernen, hilft dir der Plan Tarot in 30 Tagen allein lernen.
Du möchtest die Begriffe mit den Karten in der Hand lernen? Die Tarotkarten mit Bedeutung auf Deutsch sind für Einsteiger gemacht: Die Bedeutung steht auf jeder Karte, in der Box liegt ein gedrucktes Begleitbuch auf Deutsch, und den kompletten Kurs auf Deutsch bekommst du nach dem Kauf per persönlichem Link. Mit dem Code STAR20 sparst du 20 % auf deine erste Bestellung.
Tarot Lexikon von A bis D
- Abheben. Den gemischten Stapel in zwei oder drei Teile trennen und wieder zusammensetzen. Der Schritt ist freiwillig und markiert den Übergang vom Mischen zum Legen.
- Arkana. Das Wort kommt vom lateinischen arcanum, „Geheimnis“. Im Tarot ist ein Arkanum eine einzelne Karte, groß oder klein.
- Ass. Erste Karte jeder Farbe: ein Anfang, ein Keim, eine Möglichkeit, die sich öffnet.
- Auf dem Kopf stehend. Siehe „Umgekehrte Karte“.
- Aufrecht. Karte, die in der normalen Leserichtung gezogen wird, mit dem Bildkopf oben. Diese Bedeutung beschreibst du zuerst.
- Bedeutung. Der Sinn, der einer Karte traditionell zugeschrieben wird. Der Leitfaden zu allen 78 Karten beschreibt sie im Einzelnen.
- Begleitbuch. Heft oder Buch, das einem Deck beiliegt und die Kartenbedeutungen erklärt. Für den Einstieg sehr nützlich.
- Deck. Alle Karten eines Tarots, in der Regel 78 Karten.
- Deutung. Der Schritt von der Bedeutung einer Karte zur Antwort auf deine Frage. Wie du dabei vorgehst, zeigt der Artikel Tarot Legung deuten.
- Divinatorisches Tarot. Tarot, das man nutzt, um Fragen zu stellen und über eine Situation nachzudenken, im Unterschied zum Tarock, einem Kartenspiel.
Tarot Lexikon von F bis L
- Farbe. Eine der vier Reihen mit je 14 Karten: Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen.
- Gaukler (Der). Name, den das Tarot de Marseille der Karte I gibt. Die Tradition von 1909 nennt sie Der Magier.
- Geschlossene Frage. Frage, die man mit Ja oder Nein beantwortet. Das Tarot beantwortet sie schlecht, denn es beschreibt eher Zusammenhänge.
- Große Arkana. Die 22 nummerierten Karten von 0 bis XXI, vom Narren bis zur Welt. Sie zeigen die großen Etappen und Themen einer Situation. Der Leitfaden zu den Großen Arkana stellt sie dir einzeln vor.
- Haus Gottes (Das). Name der Karte XVI im Tarot de Marseille. Die Tradition von 1909 nennt sie Der Turm: Bruch, Einsturz dessen, was nicht tragfähig war.
- Hellsehen. Praxis, die vorgibt, Zukünftiges oder Unsichtbares wahrzunehmen. Das Tarot kann dazugehören, doch du kannst es auch als Stütze zum Nachdenken lesen, ohne etwas vorhersagen zu wollen.
- Hierophant (Der). Karte V der Tradition von 1909, im Tarot de Marseille Der Papst: Tradition, Lehre, feste Rahmen.
- Hofkarten. Bube, Ritter, Königin und König jeder Farbe, zusammen 16 Karten. Sie beschreiben Personen, Haltungen oder Reifegrade.
- Intuition. Gespür, das die Schlüsselwörter ergänzt: was das Bild in dir auslöst, noch bevor du im Begleitbuch nachsiehst. Sie wächst mit der Übung.
- Kartenlegen. Deuten mit Karten, ob mit gewöhnlichen Spielkarten (32 oder 52 Blatt) oder mit einem Tarot.
- Kelche. Farbe des Wassers: Gefühle, Beziehungen, Empfindsamkeit.
- Kleine Arkana. Die 56 Karten der vier Farben, vom Ass bis zum König. Sie erzählen vom Alltag: Gefühle, Gedanken, Vorhaben, Ressourcen. Siehe den Leitfaden zu den Kleinen Arkana.
- Legung. Anordnung gezogener Karten, die eine Frage beantworten soll: eine Karte, drei Karten oder mehr. Die Legung mit drei Karten ist der einfachste Einstieg.
- Lesung. Der Moment, in dem man Karten zieht und deutet. Man sagt auch „eine Legung machen“ oder „sich die Karten legen“.
Tarot Lexikon von M bis R
- Magier (Der). Karte I der Tradition von 1909, im Tarot de Marseille Der Gaukler: Wille, Initiative, Werkzeuge in Reichweite.
- Mischen. Die Karten vor dem Ziehen durchmengen, damit die alte Reihenfolge verschwindet. Die Methoden stehen im Artikel Tarotkarten mischen.
- Münzen. Farbe der Erde: Geld, Arbeit, Körper, Materielles.
- Namenlose Karte (Die). Titel der Karte XIII im Tarot de Marseille, wo sie keine Beschriftung trägt. Die Tradition von 1909 nennt sie Der Tod.
- Narr (Der). Karte 0: Beginn einer Reise, Sprung ins Ungewisse. Im Tarot de Marseille trägt sie oft keine Nummer.
- Nummerierung. Es gibt zwei Reihenfolgen: In der Tradition von 1909 ist Die Kraft die VIII und Die Gerechtigkeit die XI; das Tarot de Marseille vertauscht sie.
- Offene Frage. Frage, die mit „Wie“ oder „Was“ beginnt. Sie passt am besten zum Tarot zum Kartenlegen.
- Orakelkarten. Kartendeck ohne den Aufbau des Tarots (78 Karten, vier Farben), oft mit einem Thema wie Engel, Tiere oder Jahreszeiten. Das ist kein Tarot. Den Unterschied erklärt der Artikel Orakelkarten und Tarotkarten.
- Orientierung. Ein Anstoß oder Hinweis, den eine Karte zu deiner Frage gibt. Das ist keine Vorhersage: Die Entscheidung liegt bei dir.
- Päpstin (Die). Name der Karte II im Tarot de Marseille. Die Tradition von 1909 nennt sie Die Hohepriesterin: Intuition, Schweigen, inneres Wissen.
- Pentakel. Anderes Wort für die Münzen, die Farbe der Erde: Geld, Arbeit, Körper, Materielles. In manchen Decks heißen sie auch Scheiben.
- Position. Der Platz einer Karte in der Legung (Vergangenheit, Gegenwart, Rat, Hindernis). Dieselbe Karte erhält je nach Position eine andere Nuance.
- Querent. Die Person, für die gelegt wird: du selbst oder jemand anderes.
- Ritter. Hofkarte, die sich in unserer Lesart bewegt: Energie in Bewegung, oft eine Nachricht oder jemand, der ankommt.
Tarot Lexikon von S bis Z
- Schlüsselwörter. Wenige Wörter, die eine Karte zusammenfassen, zum Beispiel „Wahl“, „Verbindung“ und „Harmonie“ für Die Liebenden. Sie sind der Ausgangspunkt, bevor du einen ganzen Satz bildest.
- Schwerter. Farbe der Luft: Denken, Sprache, Entscheidung, Konflikt.
- Signifikator. Karte, die den Querenten oder das Thema der Frage darstellt, oft eine Hofkarte. Viele Leser verzichten darauf.
- Stäbe. Farbe des Feuers: Energie, Schwung, Handeln, Vorhaben.
- Symbol. Bildelement (Farbe, Tier, Blume, Geste), das einen Sinn trägt und die Deutung nährt.
- Tageskarte. Einzelne Karte, die du jeden Morgen ziehst, als roter Faden für den Tag oder zum Üben des Kartenlesens. Mehr dazu im Artikel Tageskarte ziehen.
- Tarock. Kartenspiel, das mit einem Tarotblatt gespielt wird und mit dem Kartenlegen nichts zu tun hat. Mehr dazu weiter unten.
- Tarologe. Person, die das Tarot praktiziert oder studiert (weiblich: Tarologin). Das Wort setzt keine besondere Gabe voraus.
- Tarot de Marseille. Französische Tradition aus den Werkstätten der Kartenmacher des 17. und 18. Jahrhunderts, bei der die nummerierten Kleinen Arkana wiederholte Zeichen ohne Szene zeigen. Mehr Details im Leitfaden zum Tarot de Marseille.
- Tarot von 1909. Englische Tradition von 1909, bei der jede Karte eine Szene zeigt, auch die nummerierten Kleinen Arkana.
- Trümpfe. Alter Name der Großen Arkana: die italienischen trionfi des 15. Jahrhunderts. Diesen Ursprung erzählt die Geschichte des Tarots.
- Umgekehrte Karte. Karte, die mit dem Bildkopf nach unten gezogen wird, auch „auf dem Kopf stehend“ genannt. Ihre Bedeutung wird je nach Leser nuanciert oder ins Gegenteil gekehrt, mehr dazu im Leitfaden zu den umgekehrten Karten.
- Ziehen. Karten aus dem gemischten Stapel nehmen, um sie zu deuten. „Sich die Karten legen“ heißt, es für sich selbst zu tun.
Marseille oder 1909: Karten mit zwei Namen
Dieselbe Karte trägt je nach Tradition manchmal zwei Namen. Die Tabelle hilft dir, nicht den Überblick zu verlieren, wenn du von einem Buch zum Tarot de Marseille zu einem Deck von 1909 wechselst.
| Tradition von 1909 | Tarot de Marseille |
|---|---|
| Der Narr (0) | Der Narr (oft ohne Nummer) |
| Der Magier (I) | Der Gaukler (I) |
| Die Hohepriesterin (II) | Die Päpstin (II) |
| Der Hierophant (V) | Der Papst (V) |
| Die Kraft (VIII) | Die Kraft (XI) |
| Die Gerechtigkeit (XI) | Die Gerechtigkeit (VIII) |
| Der Tod (XIII) | Die namenlose Karte (XIII) |
| Der Turm (XVI) | Das Haus Gottes (XVI) |
Die vier Farben findest du in beiden Traditionen wieder: Stäbe, Kelche und Schwerter behalten ihren Namen, nur die Münzen heißen in manchen Decks Pentakel oder Scheiben. Beide Traditionen sind gültig; wichtig ist nur, zu wissen, welche du in der Hand hältst.
So merkst du dir den Wortschatz ohne Buch
Ein Lexikon prägt sich am besten ein, wenn du es mit echten Karten verbindest. Bei den Tarotkarten mit Bedeutung auf Deutsch trägt jede Karte ihren Namen und ihre Nummer, einen Satz zur Bedeutung, vier Schlüsselwörter aufrecht, vier umgekehrt und eine Frage an dich: So begegnen dir die Begriffe dieses Lexikons gleichzeitig mit den Karten. Das Deck folgt den Illustrationen von 1909; das Tarot de Marseille, dessen nummerierte Kleine Arkana keine Szenen zeigen, ist eine andere Tradition, und du kannst den Wortschatz auch mit jedem anderen Deck lernen.

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Zum DeckTarot zum Kartenlegen und Tarock: nicht verwechseln
Tarock oder Tarot ist auch der Name von Kartenspielen, die man zu mehreren am Tisch spielt. Sie haben mit dem Kartenlegen nichts zu tun, auch wenn manche Spiele mit einem Blatt gespielt werden, das dem Tarot ähnelt. Dort stechen die Trümpfe die Karten der Farben.
Beim Kartenlegen gibt es diese Spielregeln nicht: Alle Karten werden über ihr Bild und ihre Bedeutung gelesen.
Häufige Fragen
Was bedeutet Arkana im Tarot?
Arkana kommt vom lateinischen arcanum, „Geheimnis“, und bezeichnet die Karten des Tarots. Man unterscheidet die 22 Großen Arkana (Trümpfe) von den 56 Kleinen Arkana, die sich auf vier Farben verteilen.
Wie viele Karten hat ein Tarot und warum 78?
Ein vollständiges Tarot hat 78 Karten: 22 Große und 56 Kleine Arkana, verteilt auf vier Farben mit je 14 Karten. Dieser Aufbau geht auf die italienischen Kartenspiele des 15. Jahrhunderts zurück: vier Farben und dazu Trümpfe. Die feste Struktur mit 78 Karten setzt sich erst später fest.
Was heißt „eine Karte ziehen“?
Es bedeutet, eine Karte verdeckt aus dem gemischten Stapel zu nehmen und sie umzudrehen, um sie zu lesen. Von „Karten legen“ spricht man für eine vollständige Lesung, von „Tageskarte“ für eine einzelne Karte.
Was ist der Unterschied zwischen Tarot und Kartenlegen?
Kartenlegen ist der Oberbegriff für das Deuten mit Karten, mit einem Blatt von 32 oder 52 Karten ebenso wie mit einem Tarot. Das Tarot ist ein Deck aus 78 Bildkarten, das sich besonders gut zum Nachdenken über eigene Fragen eignet.
Ist ein Tarologe ein Hellseher?
Nicht unbedingt. Ein Tarologe praktiziert und studiert das Tarot, ein Hellseher behauptet, wahrzunehmen, was andere nicht wahrnehmen. Du kannst das Tarot als Spiegel deiner eigenen Fragen lesen, ohne besondere Gabe und ohne den Anspruch, etwas vorherzusagen.
Wie merke ich mir all diese Begriffe?
Lerne sie in kleinen Gruppen: Ziehe jeden Tag eine Karte und nenne laut Nummer, Farbe und Schlüsselwörter. Ein Deck mit der Bedeutung auf jeder Karte legt dir diese Anhaltspunkte direkt vor Augen. Weitere Tricks findest du im Artikel Die 78 Tarotkarten merken.
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