Wie viele Karten solltest du beim Tarot ziehen? Wer anfängt, zieht eine bis drei Karten; danach richtet sich die Zahl nach der Frage: eine Karte für den Tag, drei für eine Situation, zehn für einen Gesamtüberblick. Je mehr Karten, desto anspruchsvoller wird das Lesen. Fang also klein an.
Wie viele Karten hat ein Tarotdeck?
Ein Tarotdeck zum Kartenlegen besteht aus 78 Karten: 22 Große Arkana (vom Narren bis zur Welt) und 56 Kleine Arkana, verteilt auf vier Farben mit je 14 Karten. Auch das Tarot de Marseille hat 78 Karten; es unterscheiden sich vor allem Namen und die Darstellung der Kleinen Arkana. Warum 78? Unser Artikel Warum hat ein Tarotdeck 78 Karten? erklärt diese Struktur.
Verwechsle das nicht mit gewöhnlichen Kartenspielen mit 32 oder 52 Blatt, die beim Kartenlegen mit Spielkarten verwendet werden: Das ist ein anderes System mit eigenen Bedeutungen. Suchst du das, lies, wie du mit gewöhnlichen Spielkarten Karten legst.
Du möchtest mit den Karten in der Hand lernen? Die Tarotkarten mit Bedeutung auf Deutsch sind für Einsteiger gemacht: Die Bedeutung steht auf jeder Karte aufgedruckt, in der Box liegt ein gedrucktes Begleitbuch auf Deutsch, und den kompletten Kurs auf Deutsch bekommst du nach dem Kauf per persönlichem Link. Mit dem Code STAR20 sparst du 20 % auf deine erste Bestellung.
Die einfache Regel: Die Zahl folgt der Frage
Man wählt eine Legung nicht, weil sie beeindruckend wirkt, sondern weil sie zur gestellten Frage passt. Drei Orientierungspunkte genügen:
- Eine einfache Frage oder ein Tagesthema: eine Karte.
- Eine Situation, die du von mehreren Seiten verstehen willst: zwei bis sechs Karten.
- Ein Gesamtüberblick über einen Zeitraum oder ein Projekt: sieben Karten oder mehr, wenn du schon liest, ohne bei jeder Karte ins Buch zu schauen.
Es gibt einen ganz konkreten Grund, klein anzufangen. Jede zusätzliche Karte schafft neue Verbindungen, die du mit den anderen lesen musst: Drei Karten bilden 3 Paare, fünf Karten 10, sieben Karten 21 und zehn Karten 45. Anfänger lesen drei Karten gut und verlieren sich bei zehn: Das liegt nicht an mangelndem Talent, sondern an der Mathematik. Um die Paare zu lesen, ist unser Leitfaden zu den Kartenkombinationen im Tarot gemacht.
Tabelle: Welche Frage, wie viele Karten?
| Karten | Für welche Frage | Niveau |
|---|---|---|
| 1 | Das Thema des Tages, eine sehr einfache Frage, eine Karte kennenlernen | Einsteiger |
| 2 | Zwei Pole zum Vergleichen: Schatten und Licht, Schwächen und Stärken, Traum und Wirklichkeit | Einsteiger |
| 3 | Eine Situation verstehen: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft | Einsteiger |
| 4 oder 5 | Eine Situation mit einem Rat: das Kreuz | Fortgeschritten |
| 6 | Ein Projekt oder eine Entscheidung in sechs Schritten: die Pyramide | Fortgeschritten |
| 7 | Eine Woche, Tag für Tag, oder eine Situation im Hufeisen | Fortgeschritten |
| 10 | Ein Gesamtüberblick: das Keltische Kreuz | Erfahren |
| 12 | Ein Jahr oder alle Lebensbereiche: das Rad der 12 Häuser | Erfahren |
Die Legungen im Einzelnen
Die Positionen unten sind die, die du am häufigsten in Büchern und auf Websites findest. Sie unterscheiden sich von Autor zu Autor: Begegnet dir eine andere Version, ist das kein Fehler, sondern eine Variante.
Eine Karte
Die Tageskarte oder die Antwort auf eine einfache Frage. Das ist der beste Startpunkt: Unsere Methode der Tageskarte begleitet dich dreißig Tage lang.
Zwei Karten
Eine Legung der Dualität: Die beiden Karten stehen für zwei Pole, etwa Schatten und Licht, das, was bremst, und das, was trägt, den Traum und die Wirklichkeit. Sie dient dem Vergleichen, nicht dem Entscheiden.
Drei Karten
Die verbreitetste Legung: Karte 1 die Vergangenheit, Karte 2 die Gegenwart, Karte 3 die Zukunft, von links nach rechts gelegt. Eine andere Lesart sieht in den drei Karten die Überwindung der Dualität hin zu einer Synthese. Alles Weitere steht in unserem Artikel zur Legung mit 3 Karten.
Vier oder fünf Karten: das Kreuz
Das Kreuz mit vier Karten liest man oft so: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft und Rat. Es gibt es auch mit fünf Karten; beide Versionen stellt unser Artikel zur Kreuzlegung vor.
Sechs Karten: die Pyramide
Diese Reihenfolge schlagen wir für sechs Karten vor: 1, die Person, wie sie die Frage erlebt; 2, die Vergangenheit, das Erreichte und die Stärken; 3, der Rat, die nötigen Schritte und die Herausforderungen; 4, Hilfen und Unterstützung oder Hindernisse; 5, die Antwort und die Entwicklung in naher Zukunft; 6, der Ausgang, wenn die Person den Rat befolgt. Andere Anordnungen mit sechs Karten sind möglich, etwa „des Helden“ oder als Stern: Das sind unsere Bezeichnungen, keine feststehenden Namen.
Sieben Karten: die Woche oder das Hufeisen
Zwei gängige Lesarten: eine Karte pro Tag, von Montag bis Sonntag, die du jeweils mit der vorherigen und der folgenden Karte zusammen liest, damit ein roter Faden entsteht statt sieben einzelner Botschaften; oder das Hufeisen, sieben Positionen für eine Situation. Unser Artikel zur Legung mit sieben Karten (Hufeisen) zeigt eine weitere Art, sieben Karten zu legen, mit ihren sieben Positionen.
Zehn Karten: das Keltische Kreuz
In einer der gängigen Versionen: 1, die Situation; 2, was sie kreuzt (das Hindernis); 3, das Fundament; 4, die Vergangenheit; 5, die nahe Zukunft; 6, die Krönung (was du anstrebst); 7, du selbst; 8, das Umfeld; 9, Hoffnungen und Befürchtungen; 10, der Ausgang. Sie verlangt Sicherheit: Sieh dir unseren Leitfaden zum Keltischen Kreuz an, bevor du loslegst.
Zwölf Karten: das astrologische Rad
Jede Karte nimmt eines der zwölf Häuser ein, vom ersten (der Widder, die Identität) bis zum zwölften (die Fische: Geheimnisse, Unbewusstes, Zyklusenden). Mehr dazu in unserem Artikel zur Legung der 12 Häuser.
Womit fängst du als Einsteiger an?
Steigere dich erst, wenn du ohne Buch liest. Ziehe einen Monat lang nur eine Karte pro Tag. Gehe dann zur Legung mit drei Karten über, danach zum Kreuz. Hebe dir das Keltische Kreuz für später auf: Eine Legung mit zehn Karten, bei der du jede Bedeutung im Buch suchst, verliert schnell den roten Faden.
Genau da hilft die aufgedruckte Bedeutung. Auf jeder Karte des Lerndecks stehen Kartenname, ein Satz zur Bedeutung, vier Schlüsselwörter für die aufrechte Karte, vier für die umgekehrte und eine Frage an dich: Du behältst die Augen auf der Legung, statt sie in den Buchseiten zu verlieren. Mit jedem Deck kannst du lernen; dieses spart dir nur das „ich suche bei jeder Karte im Buch“. Das Tarot de Marseille ist eine andere Tradition, ohne Szenen bei den Zahlenkarten (Ass bis Zehn).

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So legst du die Karten aus
Egal, wie viele Karten du ziehst, der Ablauf ist derselbe: Stelle deine Frage, mische, hebe ab, ziehe dann die obersten Karten des Stapels nacheinander und lege sie in der Reihenfolge der Positionen von links nach rechts aus. Manche Leser fächern das Deck lieber auf und wählen die Karten mit der Hand: Beide Methoden sind gültig, wichtig ist nur, sie während einer Legung nicht zu wechseln. Unsere Leitfäden zum Mischen der Karten und zum Ziehen der Karten beschreiben jeden Schritt. Liegen die Karten, geht es mit unserer Methode zum Deuten einer Tarot-Legung ans Lesen.
Unser kostenloser Tarot-Kurs in 10 Lektionen steht dir dabei jederzeit offen.
Häufige Fragen
Wie viele Karten muss man für eine Tarot-Legung ziehen?
Das hängt von der Frage ab: eine Karte für das Tagesthema, drei, um eine Situation zu verstehen, zehn für einen Gesamtüberblick. Einsteiger lesen mit einer bis drei Karten besser. Du kannst weitere ergänzen, wenn du liest, ohne jede Bedeutung im Buch zu suchen.
Wie viele Karten hat das Tarot de Marseille?
78 Karten, wie die anderen Tarotdecks zum Kartenlegen: 22 Große und 56 Kleine Arkana. Der Unterschied liegt vor allem in der Darstellung: Beim Tarot de Marseille haben die Zahlenkarten (Ass bis Zehn) keine Szenen, nur wiederholte Farbzeichen.
Darf man weitere Karten ziehen, wenn man unzufrieden ist?
Das solltest du dir abgewöhnen. Zu ziehen, bis die erwartete Antwort kommt, lehrt dich nichts und verwischt die Lesung. Stört dich eine Karte, notiere sie und frage dich, warum. Fehlt der Legung Klarheit, formuliere die Frage um und lege später neu.
Was ist Tarot zum Kartenlegen?
Es ist die Nutzung des Tarots als Werkzeug zum Nachdenken und für Orientierung, mit 78 bebilderten Karten, im Unterschied zum Tarock bzw. Tarot als Kartenspiel. Man stellt eine Frage, zieht Karten und deutet sie. Wenn du in deinem Tempo lernen willst, hilft dir ein Deck mit der Bedeutung auf jeder Karte beim Einstieg.
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